Kulturschaffenden eine Bühne geben

Viele Konzerte, Festivals, Theateraufführungen oder ähnliches konnten im Zuge der Corona-Maßnahmen nicht stattfinden oder mussten abgesagt werden. Dies ist nicht nur für viele freischaffende Künstler und Musiker ein finanzielles Problem, auch beeinträchtigt es unser kulturelles Leben. Vielen nicht-staatlich finanzierten Einrichtungen droht die Insolvenz, selbst wenn wir an die Chancen glauben, die eine Krise birgt und uns auf neue Konzepte und Ideen freuen, welche vielleicht au der Not heraus geboren werden. Nichtsdestotrotz möchten wir Musikern, Schauspielern und Künstlern die Möglichkeit geben, sich selbst zu helfen und ihrer Berufung nachzugehen. Es ist offensichtlich, dass dies mit dem Gesundheitsschutz nicht immer in Einklang gebracht werden kann. Einige Raves auf Kanälen in Berlin, aber auch die Menschenmassen am Main oder abends in der Fressgass haben gezeigt, dass man den Drang vieler Menschen nach Geselligkeit und Gemeinschaftserlebnisse in geordnete, sichere Bahnen lenken sollte, damit dies nicht in verantwortungslosem Verhalten mündet.

  1. Daher fordern die Jungen Liberalen Frankfurt einen wohlwollenden Umgang bei der Genehmigung von Außenveranstaltungen, sofern ein striktes Hygienekonzept vorliegt und dessen Einhaltung sichergestellt werden kann. Der Ahndung von Ruhestörungen sollte in diesem Zusammenhang vom Ordnungsamt keine Priorität eingeräumt werden.
  2. Zudem fordern die Jungen Liberalen Frankfurt, den lokalen Künstler eine Bühne auf städtischen Freiflächen zur Verfügung zu stellen. Unter Beachtung von Hygiene- und Abstandsvorschriften sollen so 100 bis 200 Menschen Theater- oder sonstigen Darbietungen beiwohnen können. Der Jazzsommer im Palmengarten kann hier als Vorbild dienen.
  3. Wir Junge Liberale unterstützen den Vorschlag einer Aufwertung der westlichen Wallanlagen zu einer Kulturmeile, die vom Jüdischen Museum bis zur Alten Oper reicht und die Komödie, das „neue“ Schauspiel (mit dem neuen Kinder- und Jugendtheater), die „neue” Oper, das English Theatre, sowie das MMK 2 und die neue Dependance des Museums der Weltkulturen umfasst. Die Kultur soll nicht nur in den Theatern, der Oper und den angrenzenden Museen gelebt werden, sondern sollte Teil des städtischen Lebens werden. Daher fordern wir den Bau mindestens einer Außenbühne in den Wallanlagen (vor dem Eurotower oder gegenüber den Zwillingstürmen sind mögliche Standorte), damit hier im Sommer Kleinkunst, Theater und Musik in das städtische Leben hineingetragen werden kann. Auf diese Weise wollen wir lokalen Künstler*innen eine Bühne geben. Ähnlich dem Bad Homburger Sommer oder dem „Summer in the City“ des Künstlerhauses Mousonturm im Palmengarten. Zur Absenkung von Hemmschwellen wollen wir ein Kulturmeilenfest, ähnlich dem Museumsuferfest, als Höhepunkt dieses Frankfurter Kultursommers.