Falsches Beutheschema: Verbrechen statt Fußballfans bekämpfen!

Die Jungen Liberalen (JuLis) Frankfurt kritisieren den Polizeieinsatz vor dem Europapokalspiel zwischen der SG Eintracht Frankfurt und Shakhtar Donezk auf das Schärfste. Wir halten die Beschlagnahmung eines erkennbar überspitzten Fan-Banners durch die öffentliche Gewalt für unverhältnismäßig. Peter Beuths kriminalpolitische Schwerpunktsetzung weckt Zweifel an seiner Eignung für das Amt Hessens obersten Ordnungshüters.

Anstatt in ohnehin sicheren Stadien den starken Mann zu geben, sollte sich der Innenminister stärker der in Städten und Gemeinden tatsächlich notwendigen Verbrechensbekämpfung widmen. Im Sinne einer effektiven Nutzung exekutiver Ressourcen fordern wir, das Polizeiaufkommen rund um reguläre Sportveranstaltungen in Hessens Fußballstadien auf lange Sicht zu reduzieren. Ein erster Schritt wäre dabei, Polizeibeamte weitestgehend aus den Fanblöcken und Stadioninnenräumen zurückzuziehen.

Kreisvorsitzender Maximilian Lembke (22) erklärt dazu:

„Peter Beuth sollte von seinem Amt zurücktreten, wenn ein kritisches Banner von Fußballfans ihn bereits zur polizeilichen Eskalation provoziert. Seine Aufgabe ist es für eine Entspannung der Lage zu sorgen, statt aus persönlicher Dünnhäutigkeit friedliche Fangruppen unter Generalverdacht zu stellen. Das unverhältnismäßige Durchgreifen der Sicherheitskräfte ist nicht zu rechtfertigen.  Die hessischen Stadien brauchen eine Polizeistrategie der Entspannung und nicht der Belagerung. Pyrotechnik ist kein Verbrechen, solange dadurch niemand verletzt wird. Der bloße Besitz und das Abbrennen alleine stellen keine Straftaten dar. Die Strategie des Innenministers nimmt absurde Ausmaße an, wenn die vermeintliche Verbrechensbekämpfung mehr Gewalt verursacht als ihr erklärtes Ziel.“