Junge Liberale Frankfurt verurteilen Vorkommnisse am Opernplatz

Die Jungen Liberalen Frankfurt sind bestürzt über die Vorfälle, die sich von Samstag auf Sonntag in der Frankfurter Innenstadt abgespielt haben. Die Einsatzkräfte der Polizei verdienen größten Respekt für ihr konsequentes Vorgehen. Allen verletzten Polizisten wünschen wir schnelle Genesung. Das Verhalten eines kriminellen Mobs ist von dem berechtigten Bedürfnis junger Leute zu unterscheiden, die sich auch in diesem Sommer draußen mit Freunden treffen wollen. Die Reaktion auf die Randale muss in einer lückenlosen Aufklärung mit allen Mitteln des Rechtsstaates bestehen. Polizei und Staatsanwaltschaft brauchen hierbei vollständige Rückendeckung aus der Politik. Generelle Verbote, welche die Frankfurter Bürger pauschal treffen und kriminalisieren, wären das falsche Zeichen. Stattdessen sollten die Stadt Frankfurt und das Land Hessen ein neues abgestimmtes Sicherheitskonzept entwickeln, das geeignet ist, die randalierenden Gruppen zu isolieren und gezielt gegen sie vorzugehen. Eine Lösung könnte in dem verstärkten Einsatz von Zivilstreifen und routinemäßigen, frühzeitigen Personenkontrollen liegen, wie es bereits in München erfolgreich praktiziert wird. Friedlichen Bürgern sollte die Stadt dezentrale Treffpunkte anbieten. Über die Wiedererlaubnis von Straßenfesten auf Grundlage von seriösen Hygienekonzepten ist angesichts der ohnehin stattfindenden Menschenansammlungen als bessere Alternative zum derzeitigen Zustand nachzudenken. Das gleiche gilt für wohlwollendere Regelungen hinsichtlich der weiteren Ausweitung von Außenbereichen der Gastronomie. Dadurch könnte die Verantwortung für ein geordnetes, aber lebendiges, urbanes Nachtleben wieder vermehrt an Private übertragen werden und die Polizei von ihrer immensen Verantwortung entlastet werden.

Kreisvorsitzender Benit Haxhosaj: „Wir verurteilen es, dass einige wenige junge Menschen scheinbar nicht in der Lage sind, friedlich in der Innenstadt zu feiern. Gewalt hat im öffentlichen Raum keinen Platz. Gegen die Täter muss entschieden vorgegangen werden und es muss gleichzeitig sichergestellt werden, dass sich die Ereignisse der Nacht von Samstag auf Sonntag nicht wiederholen. Dabei darf jedoch kein Pauschalverdacht für alle Bürger gelten.“